Neue Sprache, neues Land, eigener Weg - Rarivombololana Dimby Njatonisiary (Nisi) erzählt ihre Lebensgeschichte
Shownotes
In dieser Folge erzählt Rarivombololana Dimby Njatonisiary (Nisi) von ihrem Weg zwischen Madagaskar und Deutschland und davon, wie sie in einem neuen Land ihren eigenen Platz gefunden hat. Sie spricht über ihre Begeisterung für Sprachen, ihren Weg vom Sprachstudium in die Heilerziehungspflege und die Herausforderungen, die unterschiedliche kulturelle und familiäre Erwartungen mit sich bringen. Offen erzählt sie von Konflikten zwischen den Generationen und davon, wie sie gelernt hat, für ihre eigenen Entscheidungen einzustehen und ihre eigene Stimme zu finden.
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:01: Jeder Mensch ist auf seiner eigenen Reise und hat seine eigene
00:00:05: Lebensgeschichte.
00:00:06: Hier im St.
00:00:07: Josephshaushärten erleben wir täglich viele dieser Reisen – ganz unterschiedlich, aber doch miteinander verbunden!
00:00:15: Menschen kommen zusammen zu leben, zu arbeiten, zu begleiten und zu wachsen.
00:00:21: Jeder bringt seine eigene Geschichte mit, seine Herausforderungen, seine Wandelung, seine Momente des Zweifels.
00:00:29: Wir begegnen Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten, Träumen und Erfahrungen.
00:00:35: Auch wenn wir alle unseren eigenen Lebensweg gehen, kreuzen sich unsere Pfade doch immer wieder.
00:00:42: In diesen Begegnungen entsteht etwas Besonderes Denn jede einzelne Lebensgeschichte ist ein Kapitel im großen Buch unseres Hauses.
00:00:51: Gemeinsam zeigen sie was Gemeinschaft in Vielfalt bedeutet.
00:00:55: Mein Name ist Florian Berndt und gemeinsam erzählen Sankt Josef's Haus Lebensgeschichten.
00:01:09: Willkommen zu einer neuen Episode uns bei Sankts Josef'S Haus Podcasts, Lebensgeschichte!
00:01:14: Heute habe ich Frau Nisi mit mir.
00:01:16: Wo sind Sie her?
00:01:17: Ich bin Nisi und komme aus Madagaskach.
00:01:19: Ich bin im Jahr hier im Josefshaus angefangen.
00:01:23: Hier in Madagascach habe ich mein Abitur gemacht.
00:01:26: Ich habe dort eigentlich erst mal studiert.
00:01:28: also ich finde fremde Sprache sehr interessant hab dann in der Universität dort eigentlich studiert Und da war aber so, dass meine Cousine derzeit schon durch gelernt hat und sie hat mir dann die Idee gegeben.
00:01:40: Hey wenn du Deutsch lernst, wenn ihr doch Fremdspaar so Spaß macht, dann kannst du Deutsch lernen und das kann dir die Möglichkeit geben nach Deutschland zu
00:01:49: kommen.".
00:01:51: Mein Traum war es damals nicht, in einen Richtung zu arbeiten.
00:01:55: Ich wollte so doll magisch was machen, die mit Fremdsprache zu tun hat.
00:01:59: Aber ich hab damals im Jahr von der Freibullige Sozialesjahr hier angefangen.
00:02:04: Davor habe ich ein Oper-Jahr gemacht und ich habe mich beworben bei Karitasen.
00:02:08: Sie haben mich dann zu Joses ausgeschickt.
00:02:10: Ich bin dann hier, ich hab hier angefahren und hatte so ... Das ist eigentlich ein tollen Job!
00:02:14: Und ich hab da noch meinen Berufung dort gefunden.
00:02:17: Aber mein Traum wars ... damals nicht, was ich jetzt mache.
00:02:21: Was ich jetzt nichts mehr sagen kann?
00:02:23: Ich kann mir glaube jetzt nicht mehr anderen Beruf denken!
00:02:26: Ich bin Erlässungspflegerin.
00:02:28: Ich bin Fachkraft und auf eine Wohngruppe Und ich bin Praxisanleiterin.
00:02:32: Vor einem Jahr habe ich noch Assistenten eingeleitet also Heers angeleitet.
00:02:37: Ich wollte aber unbedingt die Fortbildung machen zu Praxasanleitern.
00:02:39: Die habe ich dann dieses Jahr abgeschlossen.
00:02:42: Also ich bin Fachhaft und Praxalanleiter in der Wohngruppee.
00:02:46: Wer sind Ihre Vorbilder?
00:02:49: Mein Team damals, also ich muss sagen.
00:02:51: Das Team wo ich mein freiwilliges soziales Jahr gemacht habe das war eben... Also das ist für mich jetzt auch Arbeiter.
00:02:56: Das waren sehr tolles Team die wirklich die bedaukischen Wert im Fördergrund gestellt haben.
00:03:01: Ich glaube diese sind so mein größtes Vorbild in dem Beruf Die Fachkräften die mit mir gearbeitet haben wie sie mich damals eingeleitet haben.
00:03:09: Die waren für mich so ja, so will ich auch werden irgendwann und daher auch Fachkraft.
00:03:13: Und das hat nicht gereicht also Praxisanleiter danach weil ich möchte dass wir es noch weiter geben und halt einen guten Fachkraft irgendwann auch haben.
00:03:22: Wie war was als ihr das erste Mal in Sancti unseres Haus kamen?
00:03:25: Wie habt ihr dich gefühlt?
00:03:27: War es ein einfacher
00:03:27: Übergang?
00:03:28: Also einfach war's nicht!
00:03:29: Ich glaube was einfach war weil ich schon ein Jahr in Deutschland davor gewohnt habe.
00:03:33: Also die Sprachbarriere hatte ich noch nicht so ganz.
00:03:36: Das Problem war eh die Dialekten hier unten.
00:03:39: Es war sehr schwierig zu... Das war nicht so einfach das zu lernen!
00:03:44: Die erste Tag auf der Wohngruppe, ich hatte noch nie da voren Berührungspunkt mit Menschen mit Beanträchtigung also schon so ein Schock.
00:03:52: erst mal aber auch diese Neugier Wie soll das weitergehen?
00:03:57: Wie reden die Leute, was muss ich machen.
00:03:59: Ich glaube es war also der ersten Tag.
00:04:01: wach so okay.
00:04:03: und jetzt.
00:04:04: Welchen
00:04:05: Menschen sind Sie auf diesem Weg begegnet?
00:04:06: Gab es Internese zu überwinden?
00:04:09: Das sind ja schon sehr viele.
00:04:10: Also man arbeitet in einem Team und bis jetzt habe ich schon auf mehrere Wohngruppe gearbeitet.
00:04:17: Manche haben, ich glaube mein Internes war manche Mitarbeiter Blöde Kommentare über mein Herkunft gegeben haben.
00:04:24: Was halt, jo ich hab's gemeldet weil ich als sowas nicht sagen lasse?
00:04:28: Aber... Ich glaub das ist eh so du willst.
00:04:31: also ich möchte mich integrieren aber man hat schon diesen Blick am Anfang gehabt.
00:04:37: so sind Leute aus den Herkunft, also so wirst du auch sein und diese blieb dann zu Ende wieder.
00:04:43: Dass du dein eigenes eigene Mensch bist und du bist nicht wie alle andere.
00:04:47: Ich glaube das war aber dass es nicht so oft passiert.
00:04:50: Das ist ja erst einmal auf meiner Ausbildung dann passiert doch.
00:04:52: Was haben
00:04:52: Sie wegen dieser Zeit gelernt?
00:04:53: Wie finden Sie durch Ihre Erfahrungen persönlich
00:04:57: gewagt?
00:04:57: Ich habe sehr viel gelernt, aber auch kulturell finde ich Immer der Gastkasse ist so, dass Erwachsensachen sagen und die Jüngeren machen einfach mit.
00:05:06: Was ich sehr viel in Deutschland lernen musste war das ich auch meine Meinung mein Vorgesetz gegenüber äußern kann zwar mit Respekt aber Ich muss nicht unbedingt immer meinen Mund zu machen, nur weil er höher ist oder älterer ist.
00:05:20: Das hat mich auch persönlich sehr weit gebracht, weil ich dann einfach viel mehr getraut habe und selbstbewusster geworden wurde.
00:05:28: Was war die größte Herausforderung?
00:05:31: Und wie haben Sie diese gemeistert?
00:05:33: Heimweh!
00:05:34: Wenn man von so weit wegkommt, dann ... das ist eine ganz andere Kultur.
00:05:40: Man muss erst mal damit klarkommen und die Leute kennen dich, Sprache können sich integrieren, die Kultur neu kennenlernen und die eigene Kultur dann so ... Also ich hab immer noch meine eigene Kultur und die sind mir immer noch wichtig.
00:05:53: aber es gibt viele Sachen, die ich immer da ganz klar gemacht habe und die ich hier nicht machen soll.
00:05:59: Genau!
00:06:00: Ich glaube, das ist so der Herausforderung an dem Ganzen.
00:06:03: In der Ausbildung war die Sprache weil man versteht nicht wenig aber man hat aus dem Angst dass man es nicht richtig verstanden hat.
00:06:12: also ich habe mich viel mehr Mühe gegeben damit ich meine Ausbildung schaffen kann so mehr lernen mehr zu hören weniger Freizeit gemacht weil es einfach ich muss lernen und wenn es ist nicht meine Sprache hat
00:06:28: sich der Weg
00:06:29: dahin gelohnt.
00:06:30: Fachkraft zu sein ist schon ein sehr großer Erfolg, muss ich sagen.
00:06:34: und ja das hat sich gelohnen, weil das ist ja... Ich arbeite gerne, ich mache gern mein Job, ich arbeite gern mit Menschen auch wenn er aus Wortung immer wieder im Halbtag vorkommt und so.
00:06:43: aber Fachkraft werden, das ist schon einen sehr großen Erfolg dieses Jahr.
00:06:48: natürlich Praxisanleiter, die Sachen sehr große Erfolge finde ich.
00:06:52: Was
00:06:52: haben Sie für sich persönlich auf dieser Weise mitgenommen?
00:06:55: Haben Sie Veränderungen
00:06:57: an das Bemerk?
00:06:57: Also meine Persönlichkeiten, eh weniger gelaufen.
00:07:03: Ich red schon immer viel und war sehr offen mit Menschen gegenüber.
00:07:09: Das hilft halt bei vielen Sachen beruflich genau wie persönlich.
00:07:14: Ich glaube, dass ist die größte Veränderung, die ich bei mir gemerkt habe.
00:07:18: Inwiefern
00:07:19: hat Ihr Werdegang im Fandioshaus ihr Leben außerhalb des Hauses geeignet?
00:07:24: Ich bin zu sergnusos, deswegen sehe ich das außerhalb gar nicht mehr.
00:07:29: Ja?
00:07:29: Also, ich glaube ... Wenn ich jetzt ... Ich hab ja hier seit ... also, ich bin in ... Mitte-Ninzehn Jahre alt schon in Deutschland angekommen.
00:07:36: Das ist mein ganzes Jungt, habe ich in Deutschland verbracht sozusagen.
00:07:40: Nimmer der Gaskar habe ich nur zu Hause gelebt mit Mama und Papa.
00:07:43: Dann war ich, glaub ich, viel zu früh selbstständiger geworden was für meinen Eltern und meine ... bekam meine ... Familie.
00:07:52: Schwierig war zu verarbeiten, als sie mich wieder gesehen haben.
00:07:55: Ich glaube das hat mich dann schon so.
00:07:58: die Kultur habe ich mitgenommen dass ich das auch mit meiner Familie weiter hin so gemacht habe.
00:08:04: Ich sage meine Familie da noch meine Meinung wenn sie was die kennen das gar nicht.
00:08:09: Die kennen nicht dass sich mein Papa sagt tausendlich sagst ne aber ich will be machen so diese meinen Eltern zu erklären dass ich mein eigenes Leben auch habe und sie muss halt bestimmten Grenzen respektieren, wie Madagaskas auch schwierig.
00:08:21: Als Kind hast du deine Grenze nicht, sondern also nicht als Kind wenn du ein Kind bist.
00:08:26: Die Gegenüber deinen Eltern solltest du gerne Grenz haben die dürfen deine Grenzen setzen und ich habe meinen Eltern beigebracht dass ich meine Grenze selber... und bis dahin geht meine Grenze.
00:08:38: Für sie war das schwierig, für mich hat das einfach, weil ich dann schon sieben Jahre ... Ich bin halt doch, ich bin im Jahr zwei tausend achtzehn nach Deutschland gekommen und erst sieben Jahren später zurück nach Madagaskach gegangen.
00:08:50: Also, ich hab keinen Urlaub.
00:08:51: Ich habe ein Oper hier gemacht.
00:08:53: Ich hab meine FSH, die Ausbildung und erst danach bin ich damals da gergresten.
00:08:56: Und diese ganzen Veränderungen haben meine Eltern gar nicht mitbekommen oder meine Familie oder mein Freund, die dort leben.
00:09:01: Wir haben das gar nicht mehr bekommen.
00:09:03: Für sie war das ein Schock für mich aber eh weniger, weil ich ja schon sieben Jahre so gelebt habe.
00:09:07: Ich habs sieben Jahr gelebt, dass man mir nicht sagt, wann ich zu Hause sein soll.
00:09:12: dass ich rausgehen kann, wenn ich raus gehen möchte.
00:09:15: Für sie war das dann schwierig und für mich auch am Anfang.
00:09:17: Das erste Mal dort war es für mich schwierig, weil ich nicht mehr dran gewöhnt bin.
00:09:21: Also für beide Parteien war das schon glaube ich schwierig!
00:09:24: Und Bündlichkeiten?
00:09:25: Ich habe in Deutschland gelernt, dass Bündlichkeit sehr wichtig ist.
00:09:29: Für meinen Eltern war so... Das ist ein Madagaskas.
00:09:32: Ich glaube, das erfahre ich in dieser Kultur.
00:09:34: nur wenn man auf der Termine hat muss man nicht unbedingt um fünfzehn Uhr da sein und ich habe aber dann darauf bestanden.
00:09:39: Wenn wir gesagt haben Wir fahren um zehn Uhr los Dann wird es um zehn uhr losgefahren.
00:09:44: Es gibt schon vom Kulturen her viele Veränderungen die halt für mich das andere Partei schwieriger war zu akzeptieren als für mich selbst.
00:09:52: Was denken Sie im Rückblick
00:09:53: über Ihre
00:09:54: Reise?
00:09:55: Gibt es etwas, was besonders wertvoll für
00:09:57: sie ist?
00:09:57: Meine Selbstständigkeit.
00:09:59: Das ist, glaube ich, das was ich so am meisten geschätzt habe und warum ich das sehr schätze.
00:10:05: Diese Ich lebe alleine.
00:10:07: Ich hab mein eigenes Leben nicht finanziert in meinem Leben nachdem ich von niemandem abhängig bin.
00:10:12: Ich bin gern selbstständig.
00:10:16: Jede Geschichte die wir hören verändert etwas in uns.
00:10:19: Sie erinnert uns daran wie vielfältig das Leben ist und wie sehr wir alle miteinander
00:10:24: verbunden sind.
00:10:26: Wir begegnen täglich Menschen, die uns zeigen dass Mut oft leise ist und das das Leben viele Gesichter hat.
00:10:34: Wir hoffen, dass ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid auf unserer Reise durch die Lebensgeschichten im St.
00:10:41: Josephshaus.
00:10:42: Danke fürs Zuhören!
00:10:44: Bleibt neugierig, bleibt aufmerksam für den Menschen.
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